15 Jahre Helfer vor Ort Denklingen

2003 - 2018         Kreisverband Landsberg am Lech

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Entwicklung 2018 im Rettungsdienst

von links: Christian Haberkorn, GF Andreas Lehner, Thomas Nerlinger

Zum 1. Februar wechselt der langjährige Leiter Rettungsdienst Thomas Nerlinger als Referent für den Bereich Rettungsdienst in den BRK-Bezirksverband nach München. Mit Christian Haberkorn konnte die Stelle im Kreisverband Landsberg lückenlos nachbesetzt werden. Haberkorn leitete zuletzt sieben Jahre den Rettungsdienst der Johanniter und wird nun in Landsberg Chef von 46 hauptamtlichen Mitarbeitern im Rettungsdienst. Das Team ergänzen derzeit 35 ehrenamtliche Retter, sieben Azubis zum Notfallsanitäter, drei Azubis zum Rettungssanitäter, zwei   Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst sowie 10 Praktikanten.
Das bayerische Rettungsdienstgesetz  schreibt bis 2024 den flächendeckenden Einsatz von Notfallsanitätern vor. Alle bisherigen Rettungsassistenten müssen deshalb innerhalb dieser Frist zu Notfallsanitätern weiterqualifiziert werden. 12 hauptamtliche und 2 ehrenamtliche Mitarbeiter verfügen bereits über die Qualifikation.

„Während der Ausbildung fehlen die Kollegen im Dienstbetrieb“,  berichtet Andreas Lehner. Rettungsassistenten mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung müssen 960 Stunden, also ein halbes Jahr die Schulbank drücken. Auch dauert die Ausbildung der Azubis zum Notfallsanitäter drei Jahre, Rettungsassistent war man bereits nach zwei Jahren.

Geschäftsführer Lehner hat die deutlich steigenden Einsatzzahlen im Auge: „Wir haben von Jahr zu Jahr fast 800 Einsätze mehr zu verzeichnen.“ Waren es in 2016 rund 12800 Einsätze, stieg die Zahl in 2017 auf 13550 Einsätze. Darunter fallen 3165 Notarzteinsätze, 1674 Einsätze ohne Notarzt, 5130 Krankentransporte und 3575 sonstige Einsätze. Insgesamt waren die Retter 112253 Stunden im Einsatz.

Lehner erklärt diese Tendenz mit der steigenden Einwohnerzahl in Stadt und Landkreis sowie in der demographischen Entwicklung.  Thomas Nerlinger ergänzt: „Ein verändertes Alarmierungsverhalten macht sich breit, die Hemmschwelle sinkt. So wird öfter und schneller der Notarzt oder Rettungswagen angefordert.“ Auch die Veränderung der Krankenhauslandschaft hinsichtlich Spezialisierung der Häuser und das dadurch erhöhte Transportaufkommen der Patienten zählen zu den Ursachen.

Der Kreisverband reagiert auf Veränderungen in der Rettungsdienststruktur. Neben den Wachen in Landsberg und Dießen wurde Anfang 2015 in Windach ein Stellplatz geschaffen. Mit 1400 Einsätzen in 2017 (800 in 2015, 1100 in 2016) wurde die Notwendigkeit bestätigt, ohne Rücklauf von Einsätzen in der nahegelegenen Wache in Türkenfeld.

Für den südlichen Landkreis ist im ersten Halbjahr 2018 der Probebetrieb eines weiteren Stellplatzes vorgesehen, da teilweise die Hilfsfristen nicht eingehalten werden können. Derzeit überbrückt das Rote Kreuz diese Lücke mit den ehrenamtlichen Helfern vor Ort (HvO), die in Denklingen und Reichling stationiert sind.

Quelle: BRK Landsberg am Lech

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